Lissabon, Sintra und Faro: Portugal in 7 Tagen

Lissabon, Sintra und Faro: Portugal in 7 Tagen

Sonne, Strand, Natur sowie Architektur. Dazu möglichst fotogen und ohne Interkontinentalflug zu erreichen. Das Lastenheft für den diesjährigen Sommerurlaub war schnell definiert, die Wahl fiel auf einen Trip nach Portugal. Wir haben einiges erlebt, gesehen und genossen. Eine Reisejournal mit vielen Bildern. 

Portugal hat in den letzten Jahren besonders unter jungen Reisenden an Popularität gewonnen. Die Gründe sind vielseitig, der Staat auf der westlichen iberischen Halbinsel bietet Traumstrände, vielschichtige Architektur, malerische Landschaften und kulinarische Vorzüge.

Wir wollten uns Lissabon ansehen, wenig später kam Sintra mit seinen Stränden und Schlössern dazu. Zugegebenermaßen waren wir mit der Reiseplanung spät dran, gerade in Anbetracht dessen, dass wir in der Hauptsaison verreisen wollten.

Flüge nach Lissabon sind generell etwas teurer, zwei Wochen vor Abflug waren es 350€/Person in beide Richtungen. Der Rückflug kostete jedoch nur kappe 50€. Deshalb entschieden wir uns für die Anreise über Faro. Flüge zum Flughafen im Süden Portugals kosten um die 50€, die dreistündige Zugfahrt (ohne Umstieg) noch mal 15€ pro Person. Wir buchten Flug- und Zugtickets sowie die Unterkünfte und einige Wochen später stiegen wir in den Flieger nach Faro. 

 

Faro

Das Tor zur Algarve

 

Die mittelgroße Stadt an der Algarve ist touristisch vor allem als Ausgangspunkt für Küstentrips bekannt, und selbst in der Urlaubssaison vergleichsweise ruhig. Das antike Stadtzentrum innerhalb der Stadtmauern beinhaltet zahlreiche Cafés, Restaurants und charmante Hausfassaden. Unser Aufenthalt in der Stadt betrug nur einige Stunden, sodass wir sie oberflächlich erforschten. 

 

Lissabon

Ausblicke, Gassen, Architektur

 

Lissabon, das Hauptziel unserer Reise, erlebt in den letzten Jahren einen gewaltigen Hype. Neben dem warmen Klima ziehen besonders die Architektur, die gastronomische Vielfalt und die zahlreichen Miradouros (Aussichtspunkte) Touristen aus aller Welt in Scharen an. Während die meisten bereits in Barcelona waren, ist Lissabon (noch) nicht von allen bereist worden. Doch jeder, der in Lissabon war, schwärmt davon und beteuert, nicht das letzte mal in der größten Stadt Portugals gewesen zu sein. 

Um den zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Lissabon gewappnet zu sein, legten wir eine Karte mit unseren Favoriten an, und planten Tagesrouten entlang der Highlights. Dabei trafen wir auf weitere Attraktionen sowie liebevolle Details. Das Wetter war ungewohnt frisch in den ersten Tagen, was uns zugute kam, da wir einige Fußmärsche innerhalb Lissabon zurücklegten.

 

Miradouro do Recolhimento

 

Einer der zahlreichen Aussichtspunkte Lissabons. Der Miradouro do Recolhimento bietet einen Blick aufs Meer, die São Vicente de Fora sowie Santa Engrácia. Ein nettes Detail ist das Hexagon, welches die beiden oben genannten Kirchen einrahmt. Weiterhin fungiert das Sechseck als Sitzgelegenheit und Fotoobjekt. Eintritt frei. 

 

Miradouro de São Pedro de Alcântara

 

Der zweite Ausguck, den wir besucht haben, wird momentan instandgesetzt und ist deshalb nur teilweise begehbar. Für ein Foto hat es trotzdem gereicht. Von diesem Punkt wird deutlich, wie stark die Höhenunterschiede innerhalb der portugiesischen Hauptstadt sind. Eintritt frei. 

 

Trams, Standseilbahnen und Gassen

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Lissabon ist übersät mit charmanten Gassen. Überall lassen sich Details erblicken, viele Sträßchen sind mit farbenfrohen Girlanden und Fassaden geschmückt. Die meisten von ihnen sind so schmal, dass dort keine störenden Autos parken. Anstatt konkret Gassen zu nennen, empfehlen wir, beim Fußweg zwischen den Sehenswürdigkeiten einfach die Augen auf zu halten. Für Portraits und Lifestyle-Shots bieten sich die bunt verzierten Türen an.

Alternativ dazu bieten sich Tram sowie Standseilbahnen an. Die Linie 28 ist sehr populär unter Touristen (und damit stets überfüllt), da sie die bekanntesten Sehenswürdigkeiten abfährt. Doch auch andere Linien bringen euch ans Ziel. Wer es individueller mag, nimmt ein Tuk Tuk oder das Auto. Wir bekamen ein Audi A5 Cabriolet gestellt und waren problemlos in der Stadt unterwegs. Der Verkehr dort ist besser als sein Ruf, lediglich eine enge Gassen erfordern etwas Feingefühl. 

 

Elevador de Santa Justa

 

Nicht nur Aussichtspunkt, sondern vor allem architektonisches Meisterwerk. Der 1902 errichtete Elevador de Santa Justa verbindet den Stadtteil Baixa mit dem höher gelegenen Stadtteil Chiado. Über dem eigentlichen Lift befindet sich ein Cafe mit spektakulärer Aussicht. 

 

Museu de Arte, Arquitetura e Tecnologia (MAAT)

 

Neben älteren Gebäuden steht in Lissabon zunehmend spektakuläre neuzeitliche Architektur, darunter das Museum für Kunst, Architektur und Technologie (MAAT). Die eindrucksvollen Dimensionen und Designkniffe lassen besonders mein Herz höher schlagen, in der Mittagssonne kommt das Kunstwerk dank der harten Schatten und hellen Farben gut zur Geltung. Im Hintergrund versteckt sich die Ponte de 25 Abril. 

 

Bahnhof Lissabon Oriente

 

Ein weiteres Schmankerl für Liebhaber moderner Architektur ist der Bahnhof Lissabon Oriente. Er liegt im Nordosten der Hauptstadt Portugals und wurde 1998 im Zuge der damaligen Weltausstellung errichtet. Die zahlreichen Dachbögen aus Stahl und Glas bieten vielfältige Motive. 

 

Portraitspots: Streetart, bunte Türen und Straßen

 

Sintra

Landschaften, Strände, Schlösser

 

Das UNESCO-Welterbe Sintra liegt eine halbe Autostunde westlich von Lissabon und besticht durch seine facettenreichen Attraktionen. Die Kulturlandschaft bietet nicht nur viel Grün, sondern auch naturbelassene Strände und zahlreiche Märchenschlösser. Wir waren insgesamt drei Tage dort, hätten aber locker fünf Tage füllen können.

Tendenziell ist es dort kühler als in Lissabon, wer einen Tagestrip aus der Hauptstadt in den Nationalpark plant, sollte sich einen Pullover oder eine leichte Regenjacke einpacken. Als Alternative zum Auto bieten sich die häufigen Zugverbindungen aus Lissabon an. 

 

Palácio Nacional da Pena

 

Der Palácio Nacional da Pena "Pena-Palast" ist womöglich der bekannteste Märchenpalast in Sintra. Er hebt sich durch seine bunte Farbgebung ab und wurde im Jahre 1840 auf den Trümmern eines Klosters erbaut, welches zuvor durch das Erdbeben von Lissabon nahezu komplett zerstört wurde. Der Name leitet sich vom Felsmassiv Penedo ab, auf dem der Palast errichtet wurde. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis nach Lissabon zur Ponte de 25 Abril. 

Aufgrund seiner zahlreichen Fotogelegenheiten ist der Palácio Nacional da Pena samt Parkanlagen stark frequentiert. Wir empfehlen daher, bereits zur Parkeröffnung anzureisen. Dann ist es fast so leer wie auf unseren Fotos. Es gibt Tickets für den Park und den Park mit den Innenräumen vom Palast. Um den Palast von außen zu betrachten, reicht die Eintrittskarte für den Park aus. Die umliegenden, liebevoll gestalteten Parkanlagen sind ebenfalls einen Blick wert. 

Ein wenig Inspiration für Portraits gefällig?

 
 

Cabo da Roca

 

Der westlichste Punkt des europäischen Festlands zeichnet sich durch seinen Leichtturm und die Steilküste aus. Der Blick von den Klippen auf das Meer ist beeindruckend, ob in der Mittagssonne oder zum Sonnenuntergang.

Zwischen Busladungen von Touristenscharen gibt es zeitweise ruhige Momente,in denen sich die Landschaft ohne Personen im Frame knipsen lässt. 

 
 

Unser Fortbewegungsmittel

Erfreulicherweise stellte Audi Portugal während unseres Aufenthaltes ein florettsilbernes Audi A5 Cabriolet zur Verfügung. Damit kamen wir schnell und komfortabel von A nach B. Gerade in den Abendstunden fuhren wir meist mit geöffnetem Verdeck. Der Audi A5 ist kein Kleinwagen, aber wendig genug für die engen Straßen Portugals. Wir kassierten weder Kratzer, Beulen noch Parkschäden. Die Motorisierung passte hervorragend, der 2.0 TDI mit 190PS lieferte genug Durchzug. Den Quattro-Antrieb habe ich selten vermisst. 

 

Lissabon & Sintra: Fazit

Portugal stand schon länger auf der Agenda, unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Wir waren in der Hauptsaison dort, dementsprechend frequentiert waren viele Attraktionen. Die Portugiesen haben wir als extrem höflich empfunden, das Hotelpersonal war stets zuvorkommend. Preislich bewegt sich vieles über Deutschland, was sich besonders an der Zapfsäule bemerkbar macht. Sechs Tage sind eindeutig zu wenig, die nächste Reise nach Portugal wird nicht lange auf sich warten lassen. Aber erstmal geht's nach Dänemark. 

 

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